Was ist die Balling-Methode ?




Die Balling-Methode dient als einfache und alternative Methode zur Versorgung des Aquariums mit Calcium, Magnesium, Carbonaten und Spurenelementen.

Was brauch ich ?

Zur Calcium-, Magnesium-, Carbonat- und Spurenelemente-Versorgung eines Meerwasseraquarium werden täglich diese Stoffe per Hand oder per Dosierpumpen zugeführt.

Wir haben hierfür mehrere Methoden



1. Unsere Balling-light-Methode

 

Es werden drei 5-Liter-Kanister getrennt angesetzt

 

1. Kanister: 

2 kg Calciumchlorid-Dihydrat in 4 Liter Osmosewasser auflösen und den Kanister
        danach mit Osmosewasser auffüllen.

 

! Achtung !  immer das Salz in das Wasser geben - niemals umgekehrt!
 

Zusätzlich werden 

  • 50 ml Trace B  Schwermetall Komplex
  • 50 ml Trace B  Strontium / Barium Komplex 

dem Kanister zugegeben.



2. Kanister: 

2 kg Magnesiumchlorid-Hexahydrat.

           Magnesiumsulfat benötigt die neue Methode nicht, da es nachweislich
           extrem schnell ausfällt und somit keinen Sinn macht.
 

Zusätzlich werden 

  • 50 ml Trace B  Jod Flour Komplex 

dem Kanister zugegeben.


3. Kanister: 

500 g Natriumhydrogencarbonat in 4 Liter Osmosewasser auflösen und den Kanister
          danach mit Osmosewasser auffüllen.

In diesem Kanister erfolgt keine weitere Zugabe!

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TIPP:

Verwenden Sie lauwarmes Wasser zum Auflösen des Karbonates.
Es wird in diesem Kanister immer ein kleiner Rest übrig bleiben. Dies hat aber keinen Einfluss auf die Haltbarkeit der Lösung.
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Eine leichte Verfärbung der Lösungen ist normal und hängt mit der Zugabe der bioaktiven Substanzen und Spurenelemente zusammen. Diese haben keinen Einfluss auf die Qualität oder Haltbarkeit der Lösungen.

Die Lösungen sind nach Auflösung unbegrenzt haltbar. 

Nun werden die drei Kanister mittels PVC Schläuche 4/6 mm an einen entsprechenden Dosiercomputer angeschlossen.
Wir empfehlen hierzu den GHL SA 3er  Dosiercomputer oder das entsprechende Modell
für den Profilux Computer. 

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Tipp:

Bohren Sie in den Deckel des Kanisters ein kleines Loch und schieben Sie hier einen
PVC 4 mm Stab hinein. Verbinden Sie dann den Stab mit dem 4/6 mm Schlauch.
Sie können so den gesamten Inhalt des Kanisters nutzen.
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Nun werden die drei Kanister an den GHL SA 3er Dosiercomputer angeschlossen.

Je nach Beckengrösse werden nun die einzelnen Substanzen zudosiert.

Je nach Inhalt des Aquariums werden nun die einzelnen Lösungen manuell  zudosiert, um den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln.

Bevor Sie das tun, ermitteln Sie die aktuellen Wasser-Werte und notieren Sie sich diese.

 

Beispiel: 

50 ml des Kanister 1  in ein 500 Liter Aquarium. 

Wert vor Dosierung 380 mg Calcium. Nach 2 Std. Wartezeit machen Sie einen erneuten Test à der Calcium Wert nach dem 2. Test ist dann 400 mg Calcium. 

50 ml der Lösung aus Kanister 1 erhöhen in diesem Beispiel eines 500 Liter Aquarium den Calcium-Wert um 20 mg/Liter. 

Geben Sie dem Dosiercomputer nun an, er soll pro Tag 7 ml der Lösung eins zudosieren, d. h. 50 ml Lösungszugabe verteilt auf eine Woche.

Nach einer Woche messen Sie den Calcium-Wert erneut und stellen fest, er ist nur auf 390 mg/Liter gestiegen obwohl dieser rein rechnerisch auf 400 mg/Liter hätte steigen müssen.

Ermittelt wird mit dieser Methode der tatsächlich auszugleichende Verlust des Calciums im System. Dies kann durch Wachstum oder chemischen Ausfällungen geschehen. 

Sie können nun die Dosiermenge einfach anpassen, indem Sie wie bereits berechnet

den Wert um 3 ml pro Tag erhöhen. 50 ml à = + 20 mg / 7 Tage = 7 ml

Um den Wert + 30 mg zu erreichen, müssen also 75 ml / 7 Tage = 10 ml  zugegeben werden.

Mittels dieser einfachen 3-Satz-Berechnung können Sie in wenigen Tagen jeden Ihrer gewünschten Werte einfach einstellen und automatisch nachdosieren lassen. 

Am Anfang wird eine tägliche Kontrolle der Calcium( CA TEST ), Magnesium (MG Test) und die dKH-Werte ( KH Test) durchgeführt und ggf. anschließend am Gerät die Dosiermenge angepasst.

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TIPP:
Wir empfehlen Ihnen, Ihre Wassertests mit der Referenzlösung von Fauna Marin zu überprüfen.
Wir bieten Ihnen zudem einen außergewöhnlich genauen KH Test für Meerwasseraquarien an.
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Nach spätestens 2 Wochen hat man den für das eigene Aquarium spezifischen Bedarf
ermittelt und das Dosiergerät entsprechend eingestellt. 

Die Zugabe von Mineralsalzen kann per Hand erfolgen, ist aber bei regelmäßigem Wasserwechsel von 10 % in der Woche nicht unbedingt erforderlich, da ein gutes Salz den Mineralsalzbedarf ausreichend deckt. 

Der Verzicht auf das Mineralsalz bei der Balling-light-Methode erklärt sich nicht nur aufgrund des häufigen Wasserwechsels, sondern auch an der generell zu hohen Menge gelöster Spurenelemente in unseren Aquarien.

Daher gibt es die so oft beschriebene Ionenverschiebung nur in der theoretischen Betrachtung der Balling-Methode. 

Der regelmäßige Wasserwechsel hilft Ihrem System, unerwünschte Stoffe zu verdünnen und die Anpassung und Kontrolle der Salinität ist hierbei sehr einfach durchzuführen. 

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TIPP:
Bitte messen Sie regelmäßig den Salzgehalt Ihres Aquariums und passen Sie diesen ggf. an. Verwenden
Sie hierzu Refraktometer (regelmäßig eichen) oder einen hochwertigen Aräometer, z.B. von Tropic Marin.
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Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit dieser neuen Methode und stehen Ihnen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.




2. Balling Classic
Die klassische Kalkversorgung nach der bekannten Balling Methode

Die benötigten Komponenten (Sie finden diese im Shop unter Ballingsalze)
Wir verwenden nur Reinst-Salze in Pharmaqualitäten:
  • Calciumchlorid-dihydrat
  • Natriumhydrogencarbonat
  • Mineralsalz (Natriumchlorid / Kochsalz- freies Meersalz) ATS oder Preis Mineral Salz
  • Spurenelementmischung nach Balling z.B. 3 x 250ml der Fa. Fauna Marin (17,50 EUR für 3x 250ml)
  • 3 Kanister mit Zapfhahn. 5 oder 10 Liter haben sich als optimal erwiesen.
  • Digitale Haushaltswaage bis 2 kg mit 1-2 g Teilung


Wie geht es los ?

Bevor man mit der Ballingmethode beginnt sollte man die wichtigsten Wasserwerte im System einstellen. Dies kann man unter anderem mit den vorhandenen Salzen tun:
  • Calciumchlorid Dihydrat zur Calcium-Erhöhung
  • Magnesiumchlorid-Hexahydrat zur Magnesium-Erhöhung
  • NatriumHydrogencarbonat zur Erhöhung der Karbonathärte


Die Werte sollten sein:
  • KH zwischen 6° und 8°
  • Ca zwischen 400mg und 420mg / Liter
  • Mg zwischen 1250 und 1350mg


Wir haben Ihnen einen zu Ermittlung der notwendigen Salzmengen zum Ausgleich der Werte bereitgestellt.

Bitte beachten Sie die tatsächlichen Wassermenge in Ihrem Becken geben Sie erst mal 20 % weniger zu und checken Sie die Werte erneut nach.

Beachten Sie dabei auch das direkt nach Zugabe einige weitere Tests wie No3 / No2 gestört werden und keine korrekten Messwerte mehr angeben.

Wir benutzen Messreagenzien von Salifert und Tropic Marin, diese sind ausreichend genau und werden ständig kontrolliert.

Zu Beginn der Anwendung sollte man 2 - 3 mal wöchentlich einen Test durchführen.



Bei der klassischen Ballingmethode werden noch zusätzlich die verbrauchten Spurenelemente nachdosiert diese werden den Standard Lösungen zugegeben.

Die Lösungen bestehen aus:
  1. 35,57 g Bariumchlorid-Dihydrat (BaCl2 × 2 H2O) 1 Liter H2O
  2. 243,45 g Strontiumchlorid-Hexahydrat (SrCl2 × 6 H2O)
    + 10 ml Spurenelementlösung 1 in 1 Liter H2O
  3. 4 g Kobalt(II)-chlorid-Hexahydrat (CoCl2 × 6 H2O) in 100 ml H2O
  4. 18,46 g Mangansulfat-Hydrat (MnSO4 × 1 H2O)
      9,82 g Kupfer(II)-sulfat-Pentahydrat (CuSO4 × 5 H2O)
      8,8 g Zinksulfat-Heptahydrat (ZnSO4 × 7 H2O)
      8,9 g Nickel(II)-sulfat-Hexahydrat (NiSO4 × 6 H2O)
    32,45 g Chrom(III)-chlorid-Hexahydrat (CrCl3 × 6 H2O)
    + 10 ml Spurenelementelösung 3 in 1 Liter H2O
  5. 4 g Eisen(II)-sulfat-Heptahydrat (FeSO4 × 7 H2O)
    + 10 ml Spurenelementelösung 4 in 1 Liter H2O
  6. 2,5 g Kaliumjodid (KaJ)
    + 13,3 g Natriumfluorid (NaF) in 1 Liter H2O


Nur die Lösungen 2, 5 und 6 werden den 3 Ballinglösungen zugegeben.

Sie finden die Spurenelement-Lösungen fertig gemischt im Shop: Hier....

Wie geht es nun weiter?

Als Beispiel setzen wir 3 10-Liter-Kanister an:

Kanister 1 Calcium
  • 10 Liter Osmosewasser
dazu werden
  • 715 g Calciumchlorid-Dihydrat
zugegeben, dieses muss sich komplett auflösen.
Dazu kommen
  • 50 ml des Strontiumkomplexes
und
  • 50 ml des Schwermetallkomplexes
Achten Sie darauf das alles gut vermischt wird

Kanister 2 Natriumhydrogencarbonat
  • 10 Liter Osmosewasser
dazu werden
  • 840 Gramm Natriumhydrogencarbonat
zugegeben.

dazu werden nach kompletten Auflösen des Materials
  • 50 ml des Jod - Flour Komplexes
dazugegeben und gut vermischt

Kanister 3
  • 250 Gramm Mineralsalz
zugeben und komplett auflösen.

Wieviel wird nun gebraucht ?

Die Zugabe-Menge ist vom Verbrauch der Karbonathärte abhängig.
Wichtig ist das alle Lösungen in gleichen Teilen zugegeben werden.
Beginnen Sie je nach Besatz mit 10 - 30 ml / 100 Liter pro Tag
prüfen sie regelmässig den KH Wert und passen Sie die Dosierungen an.

Wann und Wo ?

Wann Sie die Lösungen zugeben ist völlig egal. Sie sollten nur etwas versetzt und nicht gemeinsam zugegeben werden. Wir empfehlen diese direkt in das Becken zu geben damit Sie durch die Strömung gleichmässig verteilt werden.

Wir empfehlen auch hier eine kontinuierliche Zugabe durch einen GroTech Tec III Dosier-Computer, den Sie hier besonders günstig im Set erwerben können.



3. Balling Plus Methode

Stellen Sie wie bei der klassischen Balling Methode die drei Lösungen her

Die ersten beiden Lösungen bleiben unverändert !

Zu Lösung drei werden nochmals:

  • 550 Gramm Magnesiumchlorid-Hexahydrat
  • 80 Gramm Magnesiumsulfat-Heptahydrat
zugegeben.

Zusätzlich dazu kommen noch

  • 250 ml Ultramin S


Diese Methode bedarf einer genauen Kontrolle der Magnesium-Wertes und einer Anpassung der Magnesium-Menge, da sich der MG-Wert nicht analog zum Calcium oder zur KH entwickelt.

Die bei niedrigeren Zugabe Mengen zuwenig zugesetzten Mineralsalze haben keinen negativen Einfluss und können vernachlässigt werden.

Bei sehr starkem Wuchs von Steinkorallen und Kalkalgen kann der Magnesiumanteil verdoppelt werden.

Wir empfehlen zu allen Methoden einen regelmässigen Wasserwechsel von 10 % mit Tropic Marin oder Reef Crystals Meersalz.



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